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"Stille Wasser" am Albertplatz

"Stille Wasser" in seiner gesamten Schönheit

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„Stille Wasser“ ist eines der beiden Wasserspiele der Zwillingsbrunnenanlage auf dem Albertplatz. Es liegt auf der östlichen Seite dieses wichtigen Verkehrsknotens in der Dresdner Neustadt und ist damit der Radeberger Vorstadt zugewandt. Erbaut wurden dieser Brunnen und sein Zwilling „Stürmische Wogen“ im Jahr 1894 nach dem Entwurf von Robert Diez, einem Dresdner Bildhauer und Kunstprofessor. Trotz der schweren Bombenangriffe auf Dresden 1945 wurden beide Brunnen kaum beschädigt, weshalb „Stille Wasser“ erst 1992/93 rekonstruiert werden musste.
In einem 18 Meter großen Granitbecken befindet sich Diez’es Plastik aus Bronze, welche auf verschiedene Art vom Wasser umspielt wird. Diese Bronzeskulptur wurden nach dem Abguss mit einer grünen, künstlich erzeugten Patina überzogen. Die Motive auf „Stille Wasser“ sowie auf „Stürmische Wogen“ sind angelehnt an die Mythologie und Antike und zeigen verschiedene, mit dem Meer in Zusammenhang stehende Wesen. In „Stille Wasser“ findet man deshalb, auch Bezug auf den Namen nehmend, Meerjungfrauen, Najaden sowie Putten und Schildkröten, die anmutig und friedlich beieinander sitzen und auf ihre Art und Weise die Sonne und das ruhige Meer genießen. Diez wählte diese Wesen und Gestalten, weil sie außerdem mythologisch und thematisch mit der Liebe in Verbindung stehen. Eine Meerjungfrau, ein Mischwesen aus Frau und Fisch, kann nur durch die Liebe eines Mannes errettet werden. Najaden, weibliche Naturgeister, sind sogar so sehr an das Element Wasser gebunden, dass sie ohne es nicht überleben können und vertrocknen würden. Die süßen Putten, kleine und zumeist fülligere Knaben, sind seit der Antike ein Symbol für die Liebesgötter.
Im Stil folgt der Brunnen einer naturalistischen Darstellung, Diez selbst bezeichnete es sogar als den „edelsten Wahlnaturalismus“. Naturalistische Kunst lässt sich nur unscharf vom Realismus abgrenzen, verfolgt aber eher eine wertneutrale und positivistische Abbildhaftigkeit. Es wurde vermieden, gesellschaftlich Position zu beziehen, denn es kommt nicht auf die Wahrheit sondern auf die Richtigkeit der Darstellung und ein wertfreies, perfektes Abbild an.

Die Skulptur von Stille WasserDie Skulptur von "Stille Wasser"

Die Skulptur von "Stille Wasser"

English:
Dead Waters

„Stille Wasser“ (dead waters) is one of the fountains of the twin fountain installation on the Albertplatz. It is positioned on the eastern side of this very important transport hub in the New Town Dresden and is therefore facing towards the Radeberger Vorstadt. This play of water and its twin „Stürmische Wogen“ (fierce curls) where built 1894 by Robert Diez, a sculptor from Dresden. Despite the heavy bombing of Dresden in 1945, both fountains remained almost undamaged, so that „Stille Wasser“ was reconstructed only in 1992/93.
Inside a 18 meters large granite basin is the brazen sculpture made by Diez, played about with water. The sculpture got a green and artificial patina after it was cast. The motifs on „Stille Wasser“ and „Stürmische Wogen“ are based on mythology and ancient times and display different beings related to the sea. On „Stille Wasser“ you see, also related to its name, mermaids, naiades together with putti and turtles, who are sitting together peacefully, graceful and taking a sun-bath to enjoy the smooth sea. Diez also chose these beings, because they are connected with the topic of love. A mermaid, hybride creature out of woman and fish, can only be redeemed by the love of a man. Naiades, female nature spirits, are strongly connected to the element of water, so they can’t live without it because they would dry out. And since ancient times the cute putti, little and often corpulent boys, are a symbol for the gods of love.
The style of the fountain is following a naturalistic portrayal, Diez himself described it as the „noblest naturalism-by-choice“. Naturalistic arts are hard to distinguish from realistic arts, but they try to create a value-free and positivistic representational artwork. They avoided to make political statements, because they favoured the right and not the real and true portrayal to create a perfect picture.

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