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Frauenkirche und Kunsthochschule

Frauenkirche und Kunsthochschule

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Die Frauenkirche ist eines der dominierenden Gebäude der Dresdner Altstadt, spezielle des Dresdner Neumarktes. Über weite Entfernung und durch viele Gassen kann man sie sehen und beobachten, wie sie sich in das Stadtbild der Altstadt einfügt. Auch wenn die Frauenkirche an sich ein sehr interessantes Gebäude mit einer spannenden Geschichte ist, so wirkt sie beim Blick über die Stadt oder durch die Gassen doch viel interessanter.

Die heutige Frauenkirche ist ein nur wenige Jahre alter, historischer Wiederaufbau der traditionellen Frauenkirche. In den Jahren 1722 – 1726 wurde sie von George Bähr entwurfen, von der Grundsteinlegung am 26. August 1726 dauerte der Bau bis ins Jahr 1743.
George Bähr selbst kam aus einfachen Verhältnissen. Zu seinem Glück wurde er schon frühzeitig gefördert und erweiterte später sein Wissen durch vielfältiges Selbststudium – u.a. im Bereich Mechanik und Architektur – sodass er vom gewöhnlichen Zimmermann zum Ratszimmermeister aufstieg. Dadurch bekam er auch die Möglichkeit, sein Können als Architekt und Bauingenieur vor allem in evangelischen Kirchenbauten umsetzten können. Sein Meisterstück wurde in einer Reihe von Kirchen und Wohnhäusern dabei die Frauenkirche mit ihrer steinernen Kuppel, die aufgrund ihrer Form auch als ’steinerne Glocke‘ bezeichnet wird.

Durch den schweren Bombenangriff auf Dresden und dem deshalb auf dem Neumarkt ausgebrochenem Feuersturm wurde die historische Frauenkirche schwer beschädigt. Nur einen Tag später, am 15. Februar 1945, stürtzte sie unter ihrer eigenen Last in sich zusammen; der Neumarkt war damit komplett zerstört. In der Zeit der DDR blieb die Ruine als Mahnmal gegen den Krieg und die Zerstörung erhalten, ein Teil der Trümmer wurde eingelagert und später auch für die Rekonstruktion der Brühlschen Terassen verwendet.
Ab 1994 begann man mit dem Wiederaufbau der Frauenkirche, welcher bis 2005 andauern sollte. Dabei wurde viele aus den Trümmern geborgene und ausreichend erhaltene Bausteine aus Sandstein wiederverwendet, weshalb die Frauenkirche heute fließend zwischen moderner und alter Bausubstanz übergeht. Weil der neue Sandstein keine besondere Schutzschicht erhielt, wird aber auch er mit der Zeit nachdunkeln und den alten Steinen immer ähnlicher. Während der sogenannten archäologischen Enttrümmerung wurde sogar das alte Kuppelkreuz aus den Trümmern geborgen. Es war allerdings so stark beschädigt, dass es vollständig erneuert werden musste. Die Herstellung übernahm der Londoner Kunstschmied Alan Smith, der Sohn eines britischen Bomberpiloten, welcher auch an der Bombardierung Dresdens beteiligt war. Deshalb ist die Kuppel wie auch der gesamte Wiederaufbau der Frauenkirche ein deutliches Symbol der Versöhnung zwischen den alten Kriegsmächten.

Frauenkirche bei Nacht

Frauenkirche bei SonnenaufgangFrauenkirche bei SonnenuntergangFrauenkirche
Frauenkirche von der Marienbrücke

English:
Dresden Frauenkirche

The Dresden Frauenkirche is one of the dominant buildings in the Old Town of Dresden, particular of the Dresden Neumarkt. Over long distances and through many streets you can see it and see how it fits into the urban landscape of the Old Town. Although the Frauenkirche itself is a very interesting building with a fascinating history, it is much more interesting when looking at it over the city or through the streets.

Today’s Frauenkirche a just a few years old, historical reconstruction of the traditional Frauenkiche. In the years 1722 – 1726 it was created by George Bähr, from the laying of the foundation stone on August 26th, 1726 the construction works lasted until 1743.
George Bähr himself came from a humble background. For his own benefit he has been promoted early and later expanded his knowledge with a wide range of self-study – including mechanical engineering and architecture – so that he rose from the ordinary carpenter to the Council master carpenter. Thus he also got the opportunity to implement his skills as an architect and civil engineer mainly in protestant churches. His masterpiece was, in a series of churches and residential buildings, the Frauenkirche with its stone dome, which is also called the ’stone bell‘ due to its shape.

Because of the heavy bombing of Dresden and therefore the rage of fire on the Neumarkt heavily damaged the historic Frauenkirche. Just a day later, on February 15th, 1945 it fell into itself under its own load, so the Neumarkt was completely destroyed. At the time of the GDR the ruins remained as a monument against war and destruction, a part of the ruins was stored and used later for the reconstruction of the Brühl’s Terrace.
From 1994, one began to rebuild the Frauenkirche, which was to last until 2005. It has been reused many salvaged and sufficiently preserved building blocks of sandstone from the ruins which is why the new Frauenkirche has a smooth transition between modern and old structure. Because the new sandstone received no special protective coating, which is why it will also darken over time and become more like the old stones. During the so called archaeological removal of the ruins, even the old dome cross was salvaged from the ruins. However, it was so badly damaged that it had to be redone completely. The production was done by the London ornamental blacksmith Alan Smith, the son of a British bomber pilot who was also involved in the bombing of Dresden. Therefore, the dome and the entire reconstruction of the Frauenkirche is a powerful symbol of reconciliation between the old war powers.

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